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DFV Vorsitzender Gassen belegt im ZDF zusammen mit Hausarzt funktionierende Zusammenarbeit

(Quelle: ZDF)

Haus- und Fachärzte lieferten gestern im ZDF heute journal (27.12.), vertreten durch den Internisten und Hausarzt Dr. Marcel Schorrlepp und Orthopäden und DFV Vorsitzenden Dr. Andreas Gassen, eine gelungene Demonstration dafür, dass die Patientenversorgung besser funktioniert, als die Politik mitunter behauptet. Auslöser war die Frage der Termin-Wartezeiten. Der Hausarzt Marcel Schorrlepp bestätigte, dass seine Patienten auf seine Anfrage bei fachärztlichen Kolleginnen und Kollegen rasch einen Termin bekommen. Dr. Gassen wiederum verwies sachlich auf die kommenden Herausforderungen für das Gesundheitssystem, die auch ganz praktische, handfeste Konsequenzen fordern können - wie etwa auf die Termin-Wartezeiten: Immer mehr ältere Patienten, eine steigende Morbidität als Folge und der sich abzeichnende Facharztmangel. Anlaß für die Äußerungen des DFV-Vorsitzenden Gassen im "ZDF heute journal" war die Diskussion des Vorschlags aus der Politik, starre Vier-Wochen-Fristen für eine Terminvergabe beim Facharzt einzuführen.

(Quelle: ZDF)

"In dem Fernsehbeitrag ist es gelungen, einen sachlichen, weil ärztlichen Akzent in der Wartezeitendiskussion zusetzen. Dieser entlarvt die Verknüpfung der Terminwartezeitendiskussion z.B. mit der PKV/GKV-Diskussion als fadenscheinig", kommentiert Andreas Gassen den gestrigen Beitrag und ergänzt: "Dieses ärztliche Zusammenspiel im ZDF war umso überzeugender, weil es ja nicht abgesprochen war. So konnten wir Ärzte belegen, wie die gelebte Versorgungswirklichkeit ist: Wir tun alles in unseren Kräften stehende, Patienten so schnell und gut zu versorgen wie möglich." Im ZDF Beitrag wurde ausgeführt, starre Regeln seien notwendig, weil PKV Versicherte den gesetzlich Versicherten vorgezogen würden. Das greift aus Sicht des SpiFa nicht, weil die geringe Zahl der Privatversicherten bei der Terminvergabe kaum ins Gewicht fällt: Das Gros der Patienten in einer Praxis sind gesetzlich Versicherte, die nicht alle auf einmal einen Termin bekommen können. In einigen Gegenden Deutschlands gibt es kaum oder keine PKV-Versicherten und dennoch könnten auch dort längere Terminwartezeiten zu beobachten sein.

Dem Vorschlag einer Vier-Wochenfrist setzte der Präsidenten der Bundesärztekammer, Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery, einen eigenen für eine "dringliche" Überweisung entgegen. Doch auch Präsident Montgomery legte gleich den Finger in die Wunde, die jegliches System starrer Terminvergaberegeln zum Scheitern verurteilt: Am Ende seines ZDF-Statements verwies er darauf, dass - unabhängig, welches Terminmanagementsystem man einführen würde - alles Wünschen nach einem raschen Termin z.B. nichts helfe, wenn alle Patienten zum selben Wunscharzt wollten. Am besten, so der DFV, funktioniert am Ende doch das bestehende, gelebte Zusammenspiel an der ärztlichen Basis.

 

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