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Tobis: Wer Ärztinnen und Ärzte in der Fläche halten will, muss geleistete Arbeit auch vergüten

„Die Gesundheitsminister aller Bundesländer sollten erkennen, dass eine wesentliche Grundvoraussetzung für die Sicherstellung der Versorgung vor allem in der Fläche die entbudgetierte Vergütung der erbrachten ärztlichen Leistungen ist.“ Das sagte der Vorsitzende des Hartmannbund-Landesverbandes Schleswig-Holstein, Dr. Mark F. Tobis, angesichts der Ankündigung des schleswig-holsteinischen Gesundheitsministers Dr. Heiner Garg, die Entbudgetierung der ambulanten Versorgung in der Gesundheitsministerkonferenz der Länder zur Abstimmung stellen zu wollen. „Der Hartmannbund unterstützt diese Initiative ausdrücklich! Wer keine Ärztinnen und Ärzte für die Versorgung in der Fläche findet, muss als erstes die Hürden für die Entscheidung einer Praxisübernahme abbauen. Die Einsicht, dass Budgets und Regresse keine Argumente sind, sich niederzulassen, sollte inzwischen beim Gesetzgeber angekommen sein.“ Zudem, so Tobis, müsse die Landesentwicklung das Problem als Ganzes angehen: „Wo keine Infrastruktur, keine Schulen, keine Kinderbetreuung und keine Karrieremöglichkeiten auch für Lebenspartner existieren, wird nicht nur der Bäcker dichtmachen, sondern auch kein Arzt den Schritt in die Selbständigkeit wagen.“

 

Der Hartmannbund – Verband der Ärzte Deutschlands e.V. ist der einzige freie Verband, der die beruflichen, wirtschaftlichen und sozialen Interessen aller Ärzte, Zahnärzte und Medizinstudierenden in Deutschland vertritt.

 

Den Text der Pressemeldung finden Sie auch in der Anlage bzw. auf der Homepage des Verbandes (www.hartmannbund.de).