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Ärzteverbände unterstützen MFA-Protest


Berlin, 25. Januar 2022 – Im Vorfeld der morgigen Proteste vor dem Brandenburger Tor stärkt die Allianz
Deutscher Ärzteverbände den Medizinischen Fachangestellten (MFA) den Rücken. Die MFA
demonstrieren zum wiederholten Mal für einen staatlichen Corona-Bonus und ein deutliches Signal der
Wertschätzung aus Politik und Gesellschaft. Dabei erhalten sie vollen Rückhalt aus der Ärzteschaft.
Die rund 430.000 MFA spielen eine herausragende Rolle in der Impfkampagne. Sie sind für die
Terminkoordination, Impfvor- und Nachbereitung und teils auch für die Impfung selbst im Rahmen der
ärztlichen Delegation zuständig. Sie beantworten jeden Tag eine Flut von Patientenanfragen per
Telefon und vor Ort und stellen funktionierende Praxisabläufe sicher. Doch die enorme Arbeitsbelastung
der Pandemiemonate und die immer häufiger werdenden Angriffe durch Patienten und radikale
Impfgegner haben viele MFA an den Rand der Erschöpfung gebracht.
Allianz-Sprecher Dr. Dirk Heinrich, Bundesvorsitzender des Virchowbundes, stellt klar: „Es geht nicht
nur um eine einmalige Zahlung an die MFA, sondern vor allem um Wertschätzung. Dieses Signal aus
der Politik ist dringend nötig. Wir haben bereits bei der Pflege gesehen, was passiert, wenn einem
Berufstand über Jahre hinweg die gesellschaftliche und finanzielle Anerkennung verweigert wird. Dieser
Fehler darf sich nun nicht bei den MFA wiederholen.

Viele Praxen haben ihren MFA in den letzten Monaten bereits Boni aus eigener Tasche gezahlt. Das
entbindet die Politik jedoch nicht von ihrer Pflicht, einen staatlichen Corona-Bonus zu gewähren, analog
zu jenem für Pflegekräfte. Die Belastung ist vergleichbar.“
Außerdem treffe die Politik eine Mitverantwortung dafür zu sorgen, dass die MFA-Vergütung attraktiver
wird, betont die Allianz Deutscher Ärzteverbände. Krankenhäuser und Praxen schöpfen beim Ringen
um Fachkräfte aus demselben Personalpool. Da Kliniken tarifliche Gehaltssteigerungen im Gegensatz
zu den Praxen jedoch direkt refinanziert erhalten, können sie im Schnitt deutlich höhere Gehälter zahlen.
Die Folge: Immer mehr MFA kehren den überlaufenen Arztpraxen den Rücken und wechseln in
Krankenhäuser oder in Verwaltungstätigkeiten bei Krankenkassen. „Es scheitert nicht am Willen der
Ärzte, faire Gehälter zu zahlen, sondern an den von der Politik beschlossenen Vergütungsstrukturen.
Und an der Verweigerungshaltung der Krankenkassen, die auch die MFA trifft“, kritisiert der Sprecher
der Allianz, Dr. Heinrich.
Der Fachkräftemangel bei medizinischen Fachberufen ist bereits heute spürbar. „Ein weiteres Ausbluten
bedroht die ambulanten Versorgungsstrukturen. Diese Strukturen – das Netzwerk aus Haus- und
Facharztpraxen – hat Deutschland vergleichsweise glimpflich durch die Pandemie gebracht. Wer jetzt
die MFA im Regen stehen lässt, gefährdet auch diese einmalige Versorgungsstruktur“, warnt Dr.
Heinrich.


Für weitere Informationen:
Virchowbund
Chausseestraße 119b
10115 Berlin
Ansprechpartner:
Klaus Greppmeir
Adrian Zagler
Fon: (03 0) 28 87 74 - 124
Fax: (03 0) 28 87 74 - 113
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www.virchowbund.de

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