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DFV zu Honorarverhandlungen: Verpasste Chance, der neuen Regierung ein klares Zeichen zu setzen

Berlin, 26.09.2013 – Als zu dürftig bewertet der Deutsche Facharztverband (DFV) den verhandelten Anstieg des Orientierungspunktwertes um 1,3 Prozent. „Die Fachärzte haben bereits im letzten Jahr darauf hingewiesen, dass es immer noch eine strukturelle Unterdeckung von rund 20 Prozent in der Finanzierung gibt. Die Kassen haben über Jahre einen Investitionsstau in der Gesundheitsversorgung ihrer Versicherten aufgebaut“, kommentiert Dr. med. Andreas Gassen, DFV Vorsitzender. Dieses Defizit wird mit dem jetzt bekannt gewordenen Ergebnis zu langsam abgebaut: „Das Schneckentempo ist für uns Fachärzte schwer erträglich“, monierte Andreas Gassen.

Als bedauerlich wertet der DFV auch den versäumten Einstieg in die Ausbudgetierung fachärztlicher Grundleistungen. Die Stärkung der Grundversorgung war erklärtes Ziel aller. Jetzt bleibt erst einmal das Morbiditätsrisiko bei den Fachärzten: Angesichts der demographischen Entwicklung und der dauernd beklagten Minderversorgung auf dem Land ist dies vollkommen unverständlich. Der Ausbau der Grundversorgung ist seitens der Kassen also nur ein Lippenbekenntnis. Prof. Wasem hat hier als Vorsitzender des erweiterten Bewertungsausschusses nicht vorausschauend vermittelt. „Feste Preise – das zentrale Thema der Fachärzte – sind damit auf die lange Bank geschoben“, kritisiert Andreas Gassen. Es wäre gut gewesen, jetzt vor der Regierungsbildung einen sichtbaren Pflock für ein Umsteuern in der Weiterentwicklung der Gesundheitsversorgung einzuschlagen.
Insgesamt ist das jetzt Erzielte ein unfertiges Ergebnis: „Die Verhandlungen der Ärzte mit den Kassen in den Regionen stehen an. Die regionalen Kassen werden, wie im letzten Jahr, alles daran setzen, die Vorgaben zu unterbieten“, so der DFV Vorsitzende: „Was am Ende herauskommt, kann auch noch unter den Bundesvorgaben bleiben.“

DFV fordert: Wahlkampf ist vorbei - Politik muss den Weg für konstruktive Zusammenarbeit freimachen

Berlin, 25.09.2013 – Wer auch immer der Regierungspartner der CDU/CSU sein wird, er wird sich statt am Wünschbaren jetzt am Machbaren orientieren müssen. „Die Chancen stehen gut für eine pragmatische Gesundheitspolitik, die die demografischen Herausforderungen anpackt. Dazu werden die Fachärzte ihren Beitrag leisten“, kommentiert Dr. med. Andreas Gassen, Vorsitzender des Deutschen Facharztverbandes (DFV).

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