Teure Sparpolitik: Mehr Patienten unnötig ins Krankenhaus

SpiFa warnt: Geplante Regelung belohnt Krankenhausübernachtungen – auch bei Kindern und Jugendlichen

Berlin, 6. Oktober 2026 – Statt Geld zu sparen, drohen zusätzliche Kosten und unnötige Kran-

kenhausaufenthalte: Davor warnt der Spitzenverband Fachärztinnen und Fachärzte

Deutschlands e. V. (SpiFa). Der Grund ist die geplante Änderung der Vergütung für be-

stimmte Eingriffe. Ohne Übernachtung soll 2027 die bisherige Fallpauschale entfallen. Mit

Krankenhausübernachtung bleibt sie bestehen.

„Wer Patientinnen und Patienten nach einem Eingriff sicher nach Hause entlässt, verliert die

bisherige Fallpauschale. Wer sie über Nacht im Krankenhaus behandelt, behält sie. Damit

macht die Politik Krankenhausübernachtungen finanziell attraktiver. Das spart kein Geld, son-

dern droht die Versorgung teurer zu machen“, erklärt Dr. med. Helmut Weinhart, stellvertre-

tender Vorsitzender des SpiFa.

Betroffen sind auch Kinder und Jugendliche. Der SpiFa befürchtet mehr Krankenhausüber-

nachtungen, obwohl eine sichere ambulante Behandlung möglich wäre.

„Ein Kind gehört ins Krankenhaus, wenn es medizinisch nötig ist. Es darf dort nicht bleiben,

weil eine Übernachtung mehr Geld bringt. Diese „Sparpolitik“ belastet Patientinnen und Pati-

enten wie Familien und kann die Beitragszahlerinnen und Beitragszahler am Ende teuer zu

stehen kommen“, so Weinhart.

Der SpiFa fordert: Die geplante Regelung muss gestrichen werden.

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